Weltkindertag 2026: 5 Fähigkeiten, die Kinder stark und sicher durchs Leben begleiten

Zum Weltkindertag zeigt Kindersicherheitsexperte Sascha de Vries fünf Fähigkeiten, mit denen Eltern ihre Kinder im Alltag stärken, vor Gefahren schützen und sicherer durchs Leben begleiten.

BildAm 20. September ist Weltkindertag. Unter dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ stehen 2026 die Rechte, der Schutz und die mentale Gesundheit junger Menschen im Mittelpunkt.

Kindersicherheitsexperte Sascha de Vries (50) beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Selbstbehauptung, Gewaltprävention und der Arbeit mit Kindern. Der ehemalige Militärpolizist und staatlich zertifizierte Selbstverteidigungslehrer hat mit seinem Team mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche unterrichtet, geschult oder in Projekten begleitet.

„Ein starkes Kind ist für mich nicht das Kind, das am besten kämpfen kann“, sagt de Vries. „Stärke bedeutet auch, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, Nein sagen zu dürfen, Hilfe zu holen und mit Herausforderungen umgehen zu lernen.“

Zum Weltkindertag nennt de Vries fünf Fähigkeiten, die Eltern und andere Bezugspersonen im Alltag fördern können:

Grenzen ernst nehmen. Kinder dürfen auch Erwachsenen gegenüber Nein sagen, wenn sich etwas falsch oder unangenehm anfühlt. Die Verantwortung für den Schutz eines Kindes liegt bei den Erwachsenen.

Hilfewege kennen. Kinder sollten wissen, welchen Erwachsenen sie vertrauen können und wo sie Unterstützung bekommen. Erzählt ein Kind von einer unangenehmen oder beängstigenden Situation, sollten Erwachsene zuhören und es ernst nehmen.

Selbstständigkeit altersgerecht fördern. Kinder brauchen Gelegenheiten, Dinge selbst auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und eigene Lösungen zu finden – in einem sicheren, ihrem Alter entsprechenden Rahmen.

Rückschläge begleiten. Wenn etwas nicht sofort gelingt, können Erwachsene zu einem neuen Versuch ermutigen und bei Bedarf Unterstützung anbieten. Kinder dürfen schrittweise lernen, mit Enttäuschungen und Schwierigkeiten umzugehen.

Anerkennen und konkret ermutigen. Kinder brauchen Lob und Ermutigung. Besonders hilfreich ist es, konkret zu benennen, was gelungen ist – etwa: „Du bist drangeblieben“, „Du hast dich getraut“ oder „Du hast dir Hilfe geholt.“

Auch die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt, Kinder darin zu bestärken, ihrem Gefühl zu vertrauen, Nein zu sagen, Hilfe zu holen und verlässliche Vertrauenspersonen zu kennen. Hinweise zur altersgerechten Förderung von Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Entwicklung bietet auch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit.

Für de Vries gehört dazu auch der Gedanke des Karate-D?. „D? bedeutet Weg. Karate ist für mich eines von vielen Werkzeugen, um Respekt, Disziplin, Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen und Verantwortung zu vermitteln. Entscheidend ist, was Kinder davon auf ihren eigenen Lebensweg mitnehmen.“

„Kinder brauchen Schutz und verlässliche Erwachsene. Gleichzeitig sollten wir ihnen Schritt für Schritt zutrauen, selbstständig zu handeln und eigene Erfahrungen zu machen.“

Sascha de Vries -> https://fachsportschule.de/sascha-de-vries/

Polizeiliche Kriminalprävention -> deren Seite „Kinder stärken“

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit -> deren Seite zur Förderung kindlicher Entwicklung

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