Cholesterin zu hoch, obwohl Sie sich gesund ernähren? Dahinter kann eine Schilddrüsenunterfunktion stecken. Internistin Dr. med. Dorothea Leinung erklärt den Zusammenhang.
Internistin Dr. med. Dorothea Leinung erklärt, warum bei erhöhten Blutfetten auch die Schilddrüse untersucht werden sollte.
Bad Nauheim, 22. Oktober 2026. Erhöhte Cholesterinwerte gehören zu den häufigsten Befunden in der Hausarztpraxis. Meist lautet der Rat dann: weniger Fett, mehr Bewegung, notfalls ein Cholesterinsenker. Dass auch eine Schilddrüsenunterfunktion die Blutfette in die Höhe treiben kann, wissen viele Betroffene nicht. Eine häufige Ursache einer Unterfunktion ist die Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift.
„Ich erlebe immer wieder Patientinnen, die sich sehr bewusst ernähren, schlank sind und trotzdem hohe Cholesterinwerte haben“, sagt Dr. med. Dorothea Leinung, Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto. „Wenn dann die Schilddrüse untersucht wird, findet sich nicht selten eine Unterfunktion.“
Der Zusammenhang ist gut erforscht: Schilddrüsenhormone helfen der Leber, das sogenannte LDL-Cholesterin aus dem Blut zu entfernen. Fehlen sie, steigt der Cholesterinspiegel. Wird die Unterfunktion behandelt, sinken die Werte bei vielen Betroffenen wieder. Das ist nicht nur für die Laborwerte wichtig, sondern auch für das Herz: Dauerhaft erhöhte Blutfette gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Ein zweiter Punkt betrifft alle, die bereits Cholesterinsenker einnehmen: Bei einer unbehandelten Unterfunktion ist das Risiko für Muskelbeschwerden unter sogenannten Statinen erhöht. „Bevor ein Cholesterinsenker verordnet wird, sollte deshalb idealerweise die Schilddrüse geprüft werden“, rät Dr. Leinung.
Dr. Leinungs Empfehlungen:
– Schilddrüse mitprüfen lassen: Bei erhöhten Cholesterinwerten gehört eine Untersuchung der Schilddrüse dazu, besonders wenn weitere Beschwerden wie Müdigkeit, Frieren oder Gewichtszunahme bestehen.
– Werte nach Therapiebeginn kontrollieren: Wer eine Unterfunktion behandeln lässt, sollte die Blutfette nach einigen Monaten erneut bestimmen lassen.
– Muskelschmerzen ansprechen: Wer Statine einnimmt und Muskelbeschwerden bemerkt, sollte das ärztlich besprechen.
– Medikamente nicht eigenmächtig absetzen: Auch wenn die Schilddrüse als Ursache infrage kommt, gehören Änderungen der Behandlung in ärztliche Hände.
– Herzfreundlich leben: Ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein Rauchstopp unterstützen gesunde Blutfettwerte, unabhängig von der Ursache.
Wie Ernährung und Lebensstil die Schilddrüse unterstützen können, beschreibt Dr. Leinung in ihrem Ratgeber „Neustart für die Schilddrüse“ (Riva Verlag). Mit ihrem Online-Programm HashiMotion® begleitet sie Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion dabei, diese Empfehlungen umzusetzen. Mehr unter www.dorothealeinung.com.
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Dr. Leinung Coaching ist ein spezialisiertes Gesundheitscoaching-Unternehmen, gegründet von Dr. med. Dorothea Leinung, Fachärztin für Innere Medizin mit über 20 Jahren ärztlicher Erfahrung. Das Unternehmen begleitet Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto-Thyreoiditis dabei, ihre Erkrankung besser zu verstehen und im Alltag selbst aktiv zu werden.
Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz, der Ernährung, Nährstoffversorgung, Stressregulation und seelisches Wohlbefinden gemeinsam betrachtet. Das Angebot umfasst das Online-Programm HashiMotion® sowie individuelle Begleitung. Es versteht sich als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung und soll Betroffenen Orientierung, klare Strategien und mehr Selbstwirksamkeit im Umgang mit ihren Beschwerden geben.
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