Neue Live-Demo zeigt, wie photonische Quantenprozessoren künftig als integrierte Beschleuniger in KI- und HPC-Infrastrukturen eingesetzt werden können, und unterstreicht zugleich Quandelas wachsendes technologisches und industrielles Engagement in Deutschland.
Berlin, Deutschland — 13. Oktober 2026 — Quandela, ein führendes europäisches Unternehmen im Bereich photonisches Quantencomputing, präsentiert auf der NVIDIA GTC Berlin eine neue Live-Demo für hybrides KI- und Quantencomputing. Diese veranschaulicht, wie Quantenprozessoren als integrierte Rechenressourcen in beschleunigten Computing-Infrastrukturen eingesetzt werden können.
Die Live-Demo baut auf einer experimentellen Validierung auf, die Quandela Anfang dieses Jahres auf der ISC High Performance in Hamburg vorgestellt hat. Dabei demonstrierte das Unternehmen mithilfe von NVIDIA NVQLink eine latenzarme Integration zwischen NVIDIA Accelerated Computing und seinen photonischen Quantenprozessoren.
Auf der GTC Berlin läuft ein KI-Workflow auf einem NVIDIA DGX Spark, der über NVIDIA NVQLink direkt Daten mit dem FPGA-basierten System Controller von Quandela austauscht.
Eine Reservoir-Computing-Anwendung und ein visuelles Live-Dashboard ermöglichen es den Besuchern, die Interaktion entlang des gesamten Workflows nachzuvollziehen – von der klassischen Datenaufbereitung über die Quantenverarbeitung bis hin zum finalen Ergebnis.
Für die Präsentation wird die QPU selbst simuliert. Der Aufbau bildet die Systemarchitektur und das Interaktionsmodell nach, die Quandela zuvor bereits mit einer physischen photonischen QPU validiert hat. So lässt sich der GPU-QPU-Workflow auch live in einer Messeumgebung anschaulich und nachvollziehbar darstellen.
Vom externen Zugriff auf Quantencomputer zur integrierten Quantenbeschleunigung
Heute werden die meisten Quantencomputer als Remote-Ressourcen über Cloud-Umgebungen genutzt. Quandela erprobt mit NVQLink ein zunehmend relevantes Integrationsmodell, bei dem QPUs gemeinsam mit CPUs und GPUs als spezialisierte Beschleuniger in KI- und High-Performance-Computing-Infrastrukturen eingebunden werden.
In dieser Architektur übernimmt die CPU die Steuerung der Anwendung, während die GPU rechenintensive KI- und klassische Berechnungen ausführt. Die photonische QPU kann gezielt für ausgewählte Workloads eingebunden werden, bei denen Quantenverarbeitung einen Vorteil bieten kann.
Dieser Ansatz verbindet die photonische Quantencomputing-Technologie und den Quantum System Controller von Quandela über NVQLink und die NVIDIA CUDA-Q Plattform für hybrides quanten-klassisches Computing mit NVIDIA Accelerated Computing. Damit entsteht die Grundlage für immer enger integrierte hybride Computing-Umgebungen.
„Die nächste Herausforderung für das Quantencomputing besteht nicht einfach darin, QPUs verfügbar zu machen“, erklärt Jean Senellart, Chief Technology and Product Officer bei Quandela. „Entscheidend ist, sie so in bestehende Computing-Infrastrukturen einzubinden, dass Forschende und Unternehmen sie selbstverständlich nutzen können. Was wir auf der GTC Berlin demonstrieren, macht diese Architektur greifbar: GPU und QPU werden nicht länger als voneinander getrennte Ressourcen betrachtet, sondern arbeiten über NVIDIA NVQLink als komplementäre Prozessoren innerhalb desselben Workflows zusammen.“
Deutschland spielt eine Schlüsselrolle für Quandela in Europa
Der Auftritt auf der GTC Berlin ist zugleich ein weiterer Schritt beim Ausbau des Engagements von Quandela im deutschen Technologie- und Quantenökosystem.
Nach der ISC High Performance in Hamburg, wo Quandela erstmals Ergebnisse zur latenzarmen GPU-QPU-Integration präsentierte, war das Unternehmen zuletzt auch auf der AIDAQ in Berlin vertreten. Dort stand das Zusammenspiel von KI, Daten, High-Performance Computing und Quantentechnologien im Mittelpunkt.
Auch für die Industriestrategie des Unternehmens spielt Deutschland eine wichtige Rolle.
Quandela arbeitet eng mit dem deutschen Technologieunternehmen attocube systems zusammen, einem seiner wichtigsten europäischen Technologiepartner. Beide Unternehmen kooperierten unter anderem bei Lucy, dem photonischen Quantencomputer, der an das European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHPC) und die französische nationale Hochleistungsrechenorganisation GENCI geliefert und am Très Grand Centre de Calcul (TGCC) des französischen Forschungszentrums CEA installiert wurde. Das System verbindet die photonische Quantentechnologie von Quandela mit von attocube entwickelten kryogenen Systemen.
Diese industrielle Zusammenarbeit ist Teil eines umfassenderen deutsch-französischen Engagements zur Stärkung des europäischen Quantenökosystems.
In den vergangenen zwei Jahren hat Quandela aktiv zum deutsch-französischen Dialog über Quantentechnologien beigetragen, der Unternehmen, Forschungseinrichtungen, HPC-Zentren und öffentliche Akteure aus beiden Ländern zusammenbringt. Im Mai 2026 unterzeichnete Quandela gemeinsam mit CEA, Fraunhofer, CNRS, Inria, Le Lab Quantique, QUTAC und der European Champions Alliance eine gemeinsame Erklärung mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen dem französischen und dem deutschen Quantenökosystem zu beschleunigen.
„Deutschland ist für Quandela nicht nur als Markt von strategischer Bedeutung, sondern auch als industrieller, wissenschaftlicher und technologischer Partner“, sagt Thomas Volz, Managing Director der Quandela GmbH. „Von der Zusammenarbeit mit attocube bis hin zum Austausch mit den HPC- und KI-Communities sehen wir großes Potenzial darin, französische und deutsche Kompetenzen miteinander zu verbinden und eine wettbewerbsfähige europäische Quantencomputing-Industrie aufzubauen. Die GTC Berlin ist genau das Umfeld, in dem diese Welten – KI, Accelerated Computing, HPC und Quantencomputing – immer stärker zusammenwachsen.“
Die hybride Computing-Infrastruktur von morgen
Quandelas Auftritt auf der GTC Berlin steht zugleich für eine breitere Entwicklung im Quantencomputing.
Mit zunehmender Reife von Quantenprozessoren verlagert sich der Fokus immer stärker von eigenständigen Quantencomputern hin zu Architekturen, in denen klassische Prozessoren und Quantenprozessoren mit immer geringerer Latenz zusammenarbeiten können.
Gerade beim photonischen Quantencomputing, bei dem Quantenoperationen und die Erzeugung von Photonen mit hohen Wiederholraten erfolgen können, wird die Geschwindigkeit des Informationsaustauschs zwischen klassischer und Quantenhardware zu einem entscheidenden Faktor für die Gesamtleistung des Systems.
Mit der Entwicklung dieser Integrationsschicht schafft Quandela bereits heute die Voraussetzungen dafür, photonische QPUs künftig als Beschleuniger in KI-Fabriken, Supercomputing-Zentren und industriellen Computing-Infrastrukturen einsetzen zu können.
Treffen Sie Quandela auf der NVIDIA GTC Berlin vom 20. bis 22. Oktober 2026 in der STATION-Berlin.
Über Quandela
Quandela ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Quantencomputing und entwickelt, baut und liefert hochmoderne Quantenlösungen für Forschung und Industrie. Das Angebot umfasst besonders energieeffiziente Quantencomputer für Rechenzentren, über die Cloud zugängliche Full-Stack-Lösungen für Quantencomputing sowie Algorithmus-Services für akademische und industrielle Kunden.
Auf Grundlage einer pragmatischen, schrittweisen Roadmap setzt Quandela seit 2023 Systeme in Industriequalität ein und entwickelt gleichzeitig zukünftige Generationen fehlertoleranter Quantencomputer, die durch die Integration Tausender photonischer Komponenten skalierbar werden sollen.
Quandela verfolgt das Ziel, Quantencomputing für alle zugänglich zu machen, um damit einige der komplexesten industriellen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen.
Weitere Informationen: https://www.quandela.com/
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