40 Jahre Pionierarbeit: Wie eine Studentin aus Oldenburg zur Jobsharing-Pionierin wurde

Wo liegen die Wurzeln des Jobsharing? Marie-Therese Herbers erzählt von ihren Anfängen im Studium, der Gründung von EURO-TZA e.V. und über 40 Jahren Engagement für Jobsharing.

BildAuf ihrer neuen Webseite https://marie-therese-herbers.com erzählt Marie-Therese Herbers in der Blogserie „Meine Reise mit Jobsharing“ die Geschichte ihrer persönlichen Reise – von der Diplomarbeit 1984 über den Aufbau eines europäischen Netzwerks bis zur heutigen Beratungspraxis._

Oldenburg, 17. September 2026. Wie beginnt eine berufliche Reise, die mehr als vier Jahrzehnte später noch immer nicht abgeschlossen ist? Für Marie-Therese Herbers begann sie 1984 an der Universität Oldenburg – mit einer Diplomarbeit über qualifizierte Teilzeitarbeit und der Frage, warum anspruchsvolle Tätigkeiten damals kaum in Teilzeit angeboten wurden.

Heute, mehr als 40 Jahre später, blickt Herbers in ihrer neuen Blogserie „Meine Reise mit Jobsharing“ auf diese Entwicklung zurück. Die ersten drei Teile sind bereits auf ihrer neuen Webseite marie-therese-herbers.com veröffentlicht. Sie erzählen von den Anfängen, den ersten Forschungserfahrungen und den Wegstationen, die aus einer studentischen Forschungsarbeit ein lebenslanges Engagement für Jobsharing machten.

Eine Diplomarbeit ohne Vorbilder

1984 war Jobsharing in Deutschland nahezu unbekannt. Es gab kein Internet, kaum deutschsprachige Fachliteratur und nur wenige Anhaltspunkte, an denen sich die Studentin orientieren konnte. Herbers ging deshalb einen ungewöhnlichen Weg: Für ihre Diplomarbeit wertete sie systematisch Stellenanzeigen in Tageszeitungen aus, um herauszufinden, wie Arbeitgeber tatsächlich mit Teilzeitarbeit umgingen.

Das Ergebnis bestätigte ihre Vermutung: Qualifizierte Tätigkeiten wurden so gut wie nie in Teilzeit angeboten. Für Herbers wurde diese Erkenntnis zum Ausgangspunkt eines Engagements, das weit über ihre Diplomarbeit hinausgehen sollte.

_“Meine Professor:innen konnten mit dem Thema zunächst wenig anfangen – qualifizierte Teilzeitarbeit war 1984 einfach kein anerkannter Forschungsgegenstand. Ich habe trotzdem weitergemacht, weil ich überzeugt war, dass sich hier etwas verändern musste.“_

“ Marie-Therese Herbers

Von Oldenburg nach Europa

Ein weiterer wichtiger Meilenstein folgte 1986 und 1987 mit einem Robert-Schuman-Stipendium am Europäischen Parlament. Die Erfahrungen in Luxemburg führten Herbers mitten in die europäische Arbeitsmarktpolitik und stärkten ihre Überzeugung, dass neue Formen qualifizierter Teilzeitarbeit auch über Deutschland hinaus gedacht werden mussten.

Am 29. Oktober 1987 gründete sie gemeinsam mit Mitstreiter:innen EURO-TZA e.V., einen Verein, der sich für neue Formen qualifizierter Teilzeitarbeit und Jobsharing einsetzte. In den folgenden Jahren entstanden Kontakte und Netzwerke in verschiedenen europäischen Ländern. Herbers baute zudem eine der frühen Jobsharing-Partner-Suche-Datenbanken im deutschsprachigen Raum auf.

Damit begann eine Entwicklung, die sie von der Forschung über Vereins- und Netzwerkarbeit bis in die heutige Karriere- und Personalberatung führte.

_“Ich habe diese Arbeit ohne Internet, ohne Vorbilder und oft ohne Rückendeckung begonnen. Heute, vierzig Jahre später, wird zunehmend anders erzählt, wer Jobsharing in den deutschsprachigen Raum gebracht hat. Deshalb dokumentiere ich jetzt selbst, wie diese Reise wirklich verlaufen ist – mit Daten, Belegen und den Menschen, die von Anfang an dabei waren.“_

“ Marie-Therese Herbers

Eine persönliche Zeitreise durch die Geschichte des Jobsharings

Mit „Meine Reise mit Jobsharing“ möchte Herbers nicht nur ihre persönliche Geschichte erzählen. Die Blogserie dokumentiert zugleich wichtige Stationen der Entwicklung von Jobsharing – von den ersten wissenschaftlichen Überlegungen und internationalen Erfahrungen bis zu den heutigen Möglichkeiten dieses Arbeitsmodells.

Die bereits veröffentlichten Beiträge führen zurück zu den akademischen Anfängen, den Wurzeln des Jobsharings und den ersten Erfahrungen in den USA. Weitere Beiträge erscheinen fortlaufend und zeichnen den Weg bis in die Gegenwart nach.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Herbers Beratungsagentur QT
Frau Marie-Therese Herbers
Twiskenweg 48A
26129 Oldenburg
Deutschland

fon ..: +49 (0) 151 20179552
web ..: https://www.qualifizierte-teilzeitarbeit.de
email : herbers@qualifizierte-teilzeitarbeit.de

Die Herbers Beratungsagentur QT mit Sitz in Oldenburg begleitet seit vielen Jahren Jobsharing-Interessierte – sowohl Einzelpersonen als auch Tandems – auf ihrem Weg zur passenden Teilzeitposition. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Jobsharing- und Teilzeitkonzepten sowie auf Persönlichkeitsanalysen, die Fachkräfte binden, Wissen sichern und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern.
Marie-Therese Herbers gründete 1987 mit EURO-TZA e.V. den ersten europäischen Jobsharing-Verein und zählt zu den Pionierinnen der qualifizierten Teilzeitarbeit und Jobsharing in Deutschland. Im Jahr 2000 baute sie zudem die erste Jobsharing-Partner-Suche-Datenbank im deutschsprachigen Raum auf – die Vision einer europaweiten Vernetzung von Jobsharing-Interessierten und -Organisationen formulierte sie bereits zu dieser Zeit. Mit ihrer Agentur QT unterstützt sie Jobsharing-Tandems und Unternehmen durch Beratung, Coaching und praxisnahe Konzepte – für passgenaue Besetzungen und zukunftsfähige Arbeitsmodelle.

Pressekontakt:

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