Der Göttinger Uhrenhändler ordnet die wichtigsten Uhrenmarken nach Herkunft, Konzernzugehörigkeit und Preisniveau und erklärt, warum beim Wiederverkauf das Modell wichtiger ist als die Marke.
Nörten-Hardenberg, 6. Oktober 2026 – Der Markt für mechanische Armbanduhren konzentriert sich immer stärker auf wenige Namen. Die vier größten unabhängigen Schweizer Hersteller Rolex, Patek Philippe, Audemars Piguet und Richard Mille kamen 2025 zusammen auf 49,1 Prozent des Schweizer Uhrenmarktes. Gleichzeitig sanken die Schweizer Uhrenexporte wertmäßig um 1,7 Prozent auf 25,6 Milliarden Franken, die Stückzahl ging um 4,8 Prozent auf 14,6 Millionen zurück. Vor diesem Hintergrund hat Uhren Wellmann, Händler für gebrauchte Luxusuhren aus Nörten-Hardenberg bei Göttingen, einen aktualisierten Ratgeber zu den wichtigsten Uhrenmarken veröffentlicht.
Konzerne statt Einzelmarken
Viele bekannte Uhrenmarken sind heute Teil weniger Konzerne. Zur Swatch Group gehören 16 Marken, darunter Omega, Longines, Tissot und Glashütte Original. Richemont führt unter anderem Cartier, IWC, Jaeger-LeCoultre, Panerai und A. Lange & Söhne, LVMH besitzt TAG Heuer, Hublot und Zenith. Eigenständig geblieben sind neben den großen Schweizer Unabhängigen auch deutsche Hersteller wie Nomos, Sinn und Junghans.
Preisspannen aus dem Gebrauchtmarkt
Der Ratgeber teilt die Marken in drei Preisklassen ein und nennt konkrete Spannen für ungetragene und gut erhaltene gebrauchte Uhren (Stand 2026). Die Bandbreite ist erheblich: Zwischen dem Einstieg bei deutschen und japanischen Marken im dreistelligen Bereich und aktuellen Referenzen von Patek Philippe liegt etwa der Faktor 100. Rolex hat seine Listenpreise zum Jahresbeginn 2026 erneut angehoben, um 2,5 bis rund 6 Prozent, bei Goldmodellen teils deutlich stärker. Tudor zog mit 5 bis 6 Prozent nach.
„Die Frage, welche Uhrenmarke ihren Wert hält, lässt sich so pauschal nicht beantworten“, sagt Inhaber Gerhard Wellmann, der den Familienbetrieb in zweiter Generation führt. „Innerhalb einer Marke liegen oft größere Unterschiede als zwischen zwei Marken. Eine gefragte Sportreferenz entwickelt sich ganz anders als eine schlichte Dresswatch mit demselben Logo.“
Nachfrage verschiebt sich nach unten
Aus dem eigenen Geschäft beobachtet der Händler einen zweigeteilten Gebrauchtmarkt: Rolex verkauft sich weiterhin stabil, andere Marken brauchen deutlich länger. Die stärkste Nachfrage liegt derzeit im Bereich zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Technisch hochwertige, aber weniger bekannte Marken wie Zenith, Jaeger-LeCoultre, Longines oder Oris bieten nach Wellmanns Einschätzung für Käufer, denen der Wiedererkennungswert nicht wichtig ist, oft mehr Uhr fürs Geld.
Neben Schweizer Herstellern behandelt die Übersicht deutsche Uhrenmarken aus Glashütte, dem Schwarzwald, Pforzheim und Frankfurt sowie japanische Hersteller wie Seiko und Citizen. Ein FAQ-Teil beantwortet häufige Fragen zu Konzernzugehörigkeit, Einsteigermarken und dem Preisunterschied zwischen gebrauchten und ungetragenen Uhren.
Wer eine Uhr verkaufen möchte, sollte nach Wellmanns Erfahrung vor allem auf Vollständigkeit achten: Box, Papiere und Originalarmband machen beim Ankauf gebrauchter Uhren einen erheblichen Teil des erzielbaren Preises aus.
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Uhrenhandel Gerhard Wellmann e.K.
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Uhren Wellmann handelt seit 1993 in zweiter Generation mit gebrauchten Luxusuhren. Das Unternehmen mit Sitz in Nörten-Hardenberg bei Göttingen arbeitet ohne klassisches Ladengeschäft und verkauft überregional. Kauf- und Verkaufstermine vor Ort finden nach vorheriger Absprache statt. Zum Angebot gehören Uhren von Rolex, Omega, Breitling, IWC und zahlreichen weiteren Herstellern sowie der Ankauf gebrauchter Uhren.
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